Apples 'E-Mail verbergen'-Funktion könnte echte Adressen offenlegen, sagt Forscher

Ein Datenschutz-Tool unter Beobachtung
Apples Funktion „E-Mail verbergen“ soll die echten Adressen der Nutzer hinter Einmal-Aliasen verbergen, doch neue Untersuchungen deuten darauf hin, dass das System bei dieser grundlegenden Aufgabe versagt. Laut Berichten von 404 Media kann ein Fehler in der Funktion die tatsächliche E-Mail-Adresse eines Nutzers preisgeben und damit das Datenschutzversprechen eines der bekannteren Sicherheitsfeatures von Apple untergraben.
Tyler Murphy, der Forscher, der das Problem entdeckte, sagte, er habe Apple vor mehr als einem Jahr auf das Problem hingewiesen. Er sagte 404 Media, es sei unklar, warum das Unternehmen den Fehler bisher nicht behoben habe, und dass jeder Versuch, den Fehler in begrenzten Tests auszunutzen, erfolgreich gewesen sei.
„Wir kennen das volle Ausmaß des Problems nicht, aber in unseren begrenzten Tests mit Freiwilligen waren 100 % der 'E-Mail verbergen'-Adressen ausnutzbar“, sagte Murphy dem Medium.
Warum der Fehler relevant sein könnte
Murphy, der den Service zur Datenlöschung EasyOptOuts mitbegründete, erklärte, dass öffentlich zugängliche Personen-Suchseiten es leicht machen können, eine E-Mail-Adresse mit weiteren persönlichen Informationen zu verknüpfen. In diesem Zusammenhang warnte er, dass Nutzer, die sich für ihre Sicherheit auf „E-Mail verbergen“ verlassen, einem Risiko ausgesetzt sein könnten.
Die Schwachstelle wurde offenbar nicht im Detail öffentlich gemacht, um die Wahrscheinlichkeit eines Missbrauchs zu verringern. 404 Media berichtete, dass man den Fehler getestet und seine Existenz bestätigt habe.
TechCrunch sagte, man habe Apple um eine Stellungnahme gebeten und werde ein Update veröffentlichen, falls das Unternehmen reagiert.
Der Bericht fügt sich in ein wiederkehrendes Problem für Apple ein, das einen Großteil seiner Marke um den Datenschutz aufgebaut hat. Das Unternehmen wurde 2022 verklagt, nachdem berichtet wurde, dass iPhone-Apps weiterhin Analysedaten an Apple sendeten, selbst wenn die Einstellung "iPhone-Analysen" aktiviert war. 2023 sagten Forscher, ein anderes Datenschutzfeature — zufällig generierte MAC-Adressen, die Wi-Fi-Verbindungen anonymisieren sollen — habe effektiv die echten MAC-Adressen der Nutzer offengelegt.
Für Apple wirft der aktuelle Bericht dieselbe unangenehme Frage auf wie die früheren: Erfüllen seine Datenschutz-Tools wirklich das Versprechen, das sie definiert hat?
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