Google warnt, dass EU-Regeln Suchdaten und Android Hacking-Risiken aussetzen könnten

Google schlägt Alarm wegen EU-Wettbewerbsplänen
Die obersten Sicherheits- und Datenschutzverantwortlichen von Google warnen, dass vorgeschlagene Regeln der Europäischen Union, die darauf abzielen, die Suche und Android für Rivalen zu öffnen, neue Möglichkeiten für Hacker und Betrüger schaffen könnten, wie aus Interviews und Dokumenten hervorgeht, die mit WIRED geteilt wurden.
Die Bedenken konzentrieren sich auf zwei laufende Verfahren nach dem Gesetz für digitale Märkte der EU, dem bahnbrechenden Wettbewerbsrecht des Blocks, das Ende 2022 verabschiedet wurde. Von den Beamten der Europäischen Kommission werden voraussichtlich nächsten Monat endgültige Entscheidungen darüber getroffen, wie Google Suchdaten teilen und wie viel Zugriff andere Dienste auf Android erhalten sollen.
Heather Adkins, Googles Vizepräsidentin für Security Engineering und Gründungsmitglied des Sicherheitsteams des Unternehmens, sagte, die vorgeschlagenen Änderungen könnten schnell zu mehr Betrug auf Android in der EU führen. Sie erklärte, Google befürchte, dass Kriminelle schnell versuchen würden, jede neu entstehende Lücke auszunutzen, falls die Maßnahmen wie beschrieben umgesetzt würden.
Adkins sagte außerdem, der Vorschlag zur Suchdatenfreigabe könnte es böswilligen Akteuren erleichtern, die Anfragen von Menschen zu de‑anonymisieren und Daten, die mit kleineren Firmen geteilt werden, zum Ziel von Cyberkriminellen zu machen.
Konflikt zwischen Wettbewerb und Sicherheit
Das Gesetz für digitale Märkte soll große Tech-Unternehmen zwingen, die von ihnen dominierten Märkte zu öffnen, um Konkurrenten den Markteintritt zu erleichtern. Im April veröffentlichte die Europäische Kommission erste Details und schloss Konsultationen darüber ab, wie Google konform gehen sollte — darunter das Teilen anonymisierter Suchdaten mit Rivalen und das Gewähren größerer Zugriffsrechte auf Android für andere KI-Dienste.
Google hat seinen Widerstand gegen Teile des Plans, von denen es sagt, dass sie nicht funktionieren würden, zunehmend öffentlich gemacht. Einige Wettbewerber argumentieren unterdessen, die Datenschutz- und Sicherheitsbedenken seien übertrieben dargestellt worden. Unabhängige Forscher und Wissenschaftler, die auf die Konsultationen geantwortet haben, wiesen ebenfalls auf mögliche Vorteile und technische Schwachstellen hin.
Die Europäische Kommission bestätigte WIREDs Anfrage nach einem Kommentar, ging jedoch nicht auf Fragen zu Googles Bedenken ein.
Während die Frist für die endgültigen Entscheidungen am 27. Juli näher rückt, unterstreicht die Debatte die Spannung im Kern des Gesetzes für digitale Märkte: Die Regulierer wollen die Macht der großen Tech-Konzerne schwächen, während Google argumentiert, dass das Öffnen seiner Systeme neue Sicherheitsrisiken für Millionen Nutzer schaffen könnte.
Quellen:
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