OpenAI schließt Getty Images-Deal, um lizenzierte visuelle Inhalte in ChatGPT zu bringen

OpenAI setzt auf Getty für lizenziertes Bildmaterial
OpenAI hat eine mehrjährige Partnerschaft mit Getty Images unterzeichnet, die die lizenzierten Content-Bibliotheken des Foto-Giganten in ChatGPT und OpenAI Search bringen wird. Dieser Schritt unterstreicht, wie KI-Unternehmen zunehmend auf formelle Inhaltsvereinbarungen setzen, um Urheberrechtsbedenken zu adressieren und zu verbessern, wie ihre Systeme Bildmaterial beziehen.
Getty erklärte, die Vereinbarung ermögliche es, dass seine Inhalte innerhalb von OpenAI-Produkten angezeigt werden und den Nutzern Zugang zu reichhaltigeren visuellen Ergebnissen bieten. In einer Erklärung sagte Getty-CEO Craig Peters, dass „hochwertige, lizenzierte visuelle Inhalte die KI-gestützte Suche und Entdeckung nützlicher und vertrauenswürdiger machen“ und fügte hinzu, dass die Partnerschaft dieses gemeinsame Ziel widerspiegele.
Der Deal folgt auf eine deutlich konfrontativere Haltung von Getty gegenüber KI-Firmen. Im September 2022 hatte das Unternehmen KI-generierte Kunst aus seiner Bibliothek ausgeschlossen. Monate später reichte es eine Klage gegen Stability AI wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen ein, ein Anspruch, der Ende letzten Jahres zurückgewiesen wurde. Später brachte Getty sein eigenes generatives KI-Tool auf den Markt, das auf seiner Bibliothek trainiert wurde und vom Edigy-AI-Modell von NVIDIA angetrieben wird; jedes erzeugte Bild wird unter einer gebührenfreien Lizenz verteilt.
Ein breiterer Wandel bei der Beschaffung von KI-Inhalten
Die Vereinbarung mit OpenAI folgt einem ähnlichen Deal, den Getty im Oktober 2025 mit Perplexity AI geschlossen hat. Diese Partnerschaft erlaubte es Perplexitys Such- und Entdeckungswerkzeugen, auf Gettys Bibliothek zuzugreifen, und Perplexity erklärte, man werde die Art und Weise verbessern, wie Bilder angezeigt werden, unter anderem durch Hinzufügen von Bildnachweisen und Links zu den Quellen, um Nutzer besser über die rechtmäßige Nutzung lizenzierter Bilder aufzuklären.
Getty hat nicht offengelegt, ob seine Bilder zum Training von OpenAIs Modellen verwendet werden, und das Unternehmen hat nicht mitgeteilt, dass Trainingsrechte in der neuen Vereinbarung enthalten sind. Der Mangel an Details lässt eine zentrale Frage in der Debatte um KI-Inhalte offen: Ob Lizenzvereinbarungen nur dazu dienen, das auszugebende Ergebnis zu verbessern, oder ob sie sich auch auf das eigentliche Modelltraining erstrecken.
Für OpenAI fügt die Partnerschaft eine bedeutende lizenzierte Quelle visueller Inhalte hinzu, in einer Zeit, in der KI-Unternehmen unter Druck stehen, offen zu legen, woher ihr Material stammt und wie Rechteinhaber kompensiert werden.
Quellen:
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